Dienstag, 20. Januar 2009

Kommt bald die nächste Hausse?

Lesenswert,

"Zeitwende an den Märkten"

http://www.traders-mag.com/index.php?id=1017

Finanzkrise: Grundlage für die nächste große Hausse
Die vergangenen zehn bis zwölf Jahre haben eine massive
Veränderung der Märkte aufgezeigt. Die aktuelle Finanzkrise
könnte dazu beitragen, dass diese Phase nun zu Ende
geht und es erneut einen Strukturbruch geben kann. Die
Vorzeichen dafür sind gerade wegen der potenziellen Weltwirtschaftskrise
gut.
Die gesamte Finanzwelt steht derzeit vor einem historischen
Wandel. Weniger Risiko, mehr Stabilität, neues
Vertrauen. Das ist der Nährboden für eine Hausse, die für
zehn oder 20 Jahre anhalten kann. Die Überbewertungen
bei Aktien wurden zudem bereits beim Platzen der New
Economy-Kursblase abgebaut. Aktien sind derzeit historisch
günstig. Mit niedrigen Bewertungen und einem bald
gesünderen Bankensystem ist die Wirtschaft in einem Ausmaß
bereinigt, wie es seit langer Zeit nicht gegeben war.
Angeschoben wird das Ganze durch umfassende, weltweite
Konjunkturprogramme. Und es gibt noch einen weiteren
Faktor, der früher oder später eine Hausse heraufbeschwört:
Schauen Sie sich die Rohstoff preise an (Bild 3). Der massive
Preisverfall stellt einen wichtigen Schmierstoff für die Produktionsausweitung
des nächsten Aufschwungs dar.
Geld sucht Verwendung
Einen letzten Punkt sollten auch die größten Pessimisten
bedenken. Der gleiche Grund, der die Immobilienblase in
den USA ermöglichte, ist aktuell erneut gegeben. Nach den
historisch einmaligen, massiven Zinssenkungen haben wir
bereits jetzt ein sehr niedriges Zinsniveau; die Notenbanken
fl uten die Märkte mit Geld (Bild 4).
Dieses Geld wird nicht nur in die Realwirtschaft fl ießen,
sondern auch in die Finanzmärkte, so wie es in der Vergangenheit
der Fall war. Doch welche Anlageklassen könnten
davon profi tieren? Immobilien wird wohl vorerst kaum
jemand anfassen, Rohstoff e sind weiter auf dem Rückzug.
Sehr viel Geld liegt aktuell in sicheren Staatspapieren, doch
das ist keine langfristige Verwendung. Sobald der größte
Pessimismus durchgestanden ist, wird das vorhandene Geld
wieder arbeiten – und zwar auch am Aktienmarkt.
Der neue, fl exible Anleger wird darauf vorbereitet
sein, sich den Märkten anzupassen. Ist der Startschuss
erst einmal gefallen, so werden Investoren nach und
nach aufspringen. Dann könnte es zur nächsten großen
Hausse kommen, zu einer erneuten Zeitwende hin zu
wieder vertrauenswürdigen Kapitalmärkten und soliden
Aktienmarktentwicklungen.


Marko Gränitz studiert Betriebswirtschaft
mit den Schwerpunkten Investment Banking
und Controlling. Außerdem ist er als freier
Finanzjournalist tätig.
Kontakt: momentum.trading@web.de

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